Kennenlerntage 2018

Vieles ist neu an der Realschule, auch die Klassenkameraden. Um sich besser kennenzulernen und um die Klassengemeinschaft zu stärken, waren die neuen Fünftklässler gemeinsam mit Ihren Klassenleitern vom 24.09. bis 26.09.2018 in der Jugendherberge in Wunsiedel. Gleich am Montag wechselten die drei Klassen zwischen Vertrauensübungen, Kennenlernspielen und einem kooperativen Seilgarten, der nicht alleine, sondern nur in Zusammenarbeit mit der ganzen Gruppe bewältigt werden konnte. Nach einer Talentshow mit anschließender Disco mussten die Schülerinnen und Schüler am Dienstag schon früh raus, um durch das Felsenlabyrinth zu wandern. Nachmittags besuchten die Klassen den Greifvogelpark und grillten am Abend Stockbrot am Lagerfeuer. Ein krönender Abschluss für alle Beteiligten war die Fahrt mit der Coaster-Bahn am Ochsenkopf.

Mödlareuth 2018

Das herrliche Spätsommerwetter nützten die 10. Klassen gleich zu Beginn des Schuljahres aus, und verlegten für einen Tag den Geschichtsunterricht an die frische Luft – genauer gesagt in das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth. Bei einem Gang über das Gelände erfuhren die Schülerinnen und Schüler hautnah, welche Auswirkungen die Besatzungspolitik der Alliierten nach 1945 hatte, die dann letztlich zur Teilung Deutschlands und zur Gründung zweier deutscher Staaten führte: Mödlareuth ging als „Little Berlin“ in die Geschichte ein, teilte doch die innerdeutsche Grenze das kleine Dorf. Familien und Freundschaften wurden auf eine harte Probe gestellt, die nach und nach immer weiter befestigten Grenze prägte den Alltag der Dorfbewohner auf beiden Seiten. So herrschte beispielsweise ab 22 Uhr Ausgangssperre, was unter anderem das abendliche Ausgehen der Jugend damals enorm erschwerte, musste man doch um diese Zeit wieder zu Hause sein. Dass Fluchtversuche, bis auf wenige Ausnahmen, kaum möglich waren, vermittelten die Guides bei der Besichtigung der Grenzanlagen und für die Zehntklässler war die Freude der Deutschen dann über die erfolgreiche friedliche Revolution in der DDR 1989 absolut nachvollziehbar, nachdem sie das Schicksal der Mödlareuther kennen gelernt hatten.

Europa-Urkunde 2018 für Sigmund-Wann-Realschule

Aus den Händen von Europaminister Georg Eisenreich und Kultusminister Bernd Sibler erhielt die Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel die Europa-Urkunde für besonderes Engagement für den europäischen Gedanken. Staatsminister Eisenreich hob in seiner Rede beim Festakt in der Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz die besondere Bedeutung Europas und seiner Werte, die von den 7 ausgezeichneten Schulen aus allen bayerischen Regierungsbezirken in besonderem Maße gelebt werden, hervor. Staatsminister Sibler betonte: „An unseren Schulen ist der europäische Gedanke lebendig und deutlich mehr als Theorie! Das Engagement bei länderübergreifenden Projekten ist vielfältig, der Austausch unserer bayerischen Schulen mit europäischen Partnerschulen ist fester Teil des Schullebens. Gerade die persönlichen Begegnungen zwischen jungen Menschen geben Europa ein Gesicht und lassen es noch weiter zusammenwachsen. Zugleich haben unsere Schülerinnen und Schüler die Chance sich bewusst zu werden: Der Einsatz für Frieden und Freiheit in Europa lohnt sich!“ Im Kurzfilm, mit dem sich die Schule beim Festakt präsentierte, wurde vor allem die bayernweit nach wie vor einmalige Möglichkeit des Wahlpflichtfaches Tschechisch hervorgehoben, das seit dem Schuljahr 2007/2008 in Wunsiedel als zweite Fremdsprache gewählt werden kann. Der Unterricht wird ohne Ausnahme durch Muttersprachler durchgeführt; es besteht die Möglichkeit zum Erwerb eines international anerkannten Sprachzertifikats der Karls-Universität in Prag. Die Schule bietet auch Förder- und Einzelunterricht bzw. Konversation auf Tschechisch durch eine Fremdsprachenassistentin an. Damit leistet die Schule einen aktiven Beitrag für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien im europäischen Kontext, da Tschechisch nach Englisch die wichtigste Sprache im ostbayerischen Wirtschaftsraum darstellt. Mit Tschechien, Polen, Ungarn, England und Frankreich finden jährlich Schüleraustauschprogramme statt.

Mit einer dreißigköpfigen Delegation, darunter die Ehrengäste Dr. Birgit Seelbinder, Präsidentin der Euregio Egrensis, stellvertretender Landrat Gerald Schade und Wunsiedels 3. Bürgermeister Winfried Kukla sowie der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberfranken Johannes Koller, war die Schule beim Festakt vertreten. Das Blasorchester, unter Leitung von Joachim Seifert und Ursula Hörath, gestaltete den Festakt mit und setzte mit der Bayern- und Europahymne den würdigen Schlusspunkt, bevor Moderator Tilmann Schöberl vom Bayerischen Rundfunk zum Empfang lud.

 

Realschule bildet Medienscouts aus

Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund ist es wichtig, den richtigen Umgang mit diesen zu erlernen.

Ab wann wird Mediennutzung zu viel? Wie bewege ich mich sicher im Netz? Was gebe ich in sozialen Netzwerken preis? Wie verhalte ich mich im Klassenchat richtig?

Es ist gar nicht so einfach, sich kompetent und sicher im Internet zu bewegen. Denn nur wer die Wirkungsweise der digitalen Medien versteht, kann sich selbstbewusst, selbstreflektiert und technisch sicher im Internet, in Communities, in Chats, in Foren bewegen und seine Daten schützen.

Aus diesen Gründen haben am Donnerstag, den 04.10.2018 insgesamt neun Schülerinnen und Schüler der Realschule Wunsiedel die Ausbildung zum Medienscout absolviert. Die Veranstaltung fand ganztägig in Kronach statt und wurde durch die „Opferhilfe Oberfranken“ durchgeführt.

Bestenehrung 2018

Bestenehrung an der Sigmund-Wann-Realschule

Mit einer „Ode an die Freude“ begrüßte das Blasorchester, unter Leitung von Joachim Seifert, die besten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern zu einer ganz besonderen Feierstunde im Tagesheim der Schule. „Die Besten der Besten“, so Schulleiter Oliver Meier, seien diese 53, die gespannt auf ihre Ehrung warteten. Herausragende schulische Leistungen seien in allen Jahrgangsstufen vollbracht worden. Meier lobte die Anstrengungsbereitschaft und den Willen, sehr gute Leistungen zu erzielen. Es sei ein besonderes Anliegen der Schule, die ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler zu fordern und zu fördern. Er betonte die gute Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule, und wünschte allen Anwesenden schöne Ferien, einen erholsamen Urlaub und Zeit für Familie und Freunde. Für große Erheiterung sorgte schließlich der Sketch, den die Schultheatergruppe unter Leitung von Karina Jobst zum Besten gab, bevor die Ehrung der 5. und 6. Klassen durchgeführt wurde. RSD Meier übergab dem jeweils Klassenbesten ein Buchgeschenk, in Anlehnung an die vielfältigen Projekte, mit denen immer wieder der große Wert betont wird, der an der RS Wun auf die Leseförderung gelegt wird. Alle weiteren Schülerinnen und Schüler, die ebenfalls eine Eins vor dem Komma hatten, wurden mit einem Gutschein des „Siggis“, der Cafeteria der Schule, für ihre besonderen Leistungen belohnt. Gesponsert wurden die Präsente vom Förderverein der Schule. Jonathan Kraus, 9d, erfreute die Gäste im Anschluss am Klavier mit „He´s a pirate“, bevor auch die Schülerinnen und Schüler der 7. bis 9. Klassen mit Buch und Gutschein geehrt wurden. „Auf uns“, beeindruckend intoniert von der Schulband, unter Leitung und Mitwirkung von Ursula Veigl, beendete die Ehrung und leitete schwungvoll zum Stehempfang, wie immer bestens vorbereitet von Karin Schiener mit ihrem Ca-Pa-Team, über.

Wandertag 7a

Auf zum „Monte-Hochseilgarten“ hieß es für die Klasse 7A am 29. Juni 2018, die am zweiten Wandertag zusammen mit ihrem Klassenleiter Herrn Richter und Frau Oetzinger den Kletterpark in Hirschau neben dem Monte Kaolino besuchten. Bevor es mit den Parcours losgehen konnte, mussten die Schüler zuerst die Sicherheitsgurte richtig anlegen und das Seil mit den Karabinerhaken korrekt anbringen. Dies geschah Schritt für Schritt unter genauer Anleitung der beiden Trainer, denn Sicherheit stand hier an erster Stelle. Danach sollte jeder Schüler einen relativ niedrigen Übungsparcours durchlaufen. Unter den aufmerksamen Augen der Trainer hängten sie die beiden Karabinerhaken in das Drahtseil ein und durften dann mit dem nötigen Sicherheitsabstand die ersten Hindernisse, wie zum Beispiel ein Balancierseil oder eine schmale Hängebrücke, überqueren. Diese Einsteigerparcours konnten alle ohne Probleme bewältigen. In luftiger Höhe zwischen fünf und fünfzehn Metern sah es dann schon anders aus: den Schülern wurde oben auf den richtigen Hochseilpfaden schnell bewusst, dass sie vor Herausforderungen gestellt waren, die sie einige Überwindung kosten würde. Zu den anspruchsvollen Hindernissen zählten schwankende Balken und Elemente, Brücken aus Schlingen, Tarzanlianen oder eine Skateboardfahrt mit ruckartigem Stopp. Es erforderte von unseren Schülern Mut, Kraft und Konzentration, um diese zu meistern und es gelang ihnen. Sie hatten großen Freude daran, in den Parcours mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu klettern und jeweils am Ende mit der Seilbahn hinunter zu sausen. Ganz selbstverständlich nahmen sie aufeinander Rücksicht und zeigten große Hilfsbereitschaft, wenn ein Klassenkamerad an einer Stelle nicht weiterkam. Sie gaben sich gegenseitig Tipps und spornten sich zum Durchhalten an. Und wenn dem einen oder anderen zwischendurch doch die Kraft ausging, war einer der Übungsleiter sofort zur Stelle und half beim Abstieg bzw. Abseilen. Die Kletteraktion lief reibungslos ab und deshalb gab es auch ein Lob der Trainer für das anständige Verhalten unserer Klasse. Nach einer kurzen Brotzeitpause durften die Schüler den „Monte-Coaster“, die Sommerrodelbahn, hinunterrasen. Hier hatten sie ebenfalls richtig viel Spaß und lieferten sich ein Rennen um die Bestzeit, die unten angezeigt wurde. Aber auch der schönste Wandertag ging einmal zu Ende und der Bus brachte Schüler und Lehrer zurück zur Schule.

Römerschiff

Am 4. und 5. Juli 2018 machten sich im Rahmen des Geschichtsunterrichts alle 6. Klassen auf den Weg nach Mariaort bei Regensburg zum Römerschiff „Navis lusoria“ („spielerisches/tänzerisches Schiff“). Dieses wurde ein Jahr lang von 30 Studierenden des Lehrstuhls für Alte Geschichte der Universität Regensburg unter der Leitung von Herrn Dr. Konen originalgetreu nachgebaut. Dessen Vorbilder patrouillierten früher auf der Naab, um die Grenzen des Römischen Reiches gegen die Germanen zu verteidigen. Heute bietet es die einzigartige Möglichkeit, das harte und oftmals gefährliche Alltagsleben eines römischen Legionärs hautnah kennen zu lernen und nachzuempfinden, denn die Schülerinnen und Schüler durften sich selbst an die Riemen setzen und ein Stück auf der Naab rudern. Dabei erfuhren sie nicht nur von den Aufgaben und Abläufen an Bord einer Galeere, sondern spürten auch am eigenen Leib, wie wichtig es ist, im Team zu arbeiten, um sein Ziel zu erreichen. Unter den Studenten, die die Fahrt begleiteten, befand sich auch ein römischer Legionär in Rüstung, der den Sechstklässlern interessante Alltagsfakten vermittelte und der sie über die damaligen Ausrüstungsgegenstände eines Soldaten informierte, welche die Schülerinnen und Schüler ebenfalls an- und ausprobieren durften. Bei dieser kleinen Reise in die Vergangenheit lagen demnach Spaß und Anstrengung nah beieinander und die Exkursion brachte die Sechstklässler nicht nur an die ehemaligen Grenzen des Römischen Reiches, sondern streckenweise auch an ihre eigenen.

Big Challenge

Dass „The BIG Challenge“  eine wahrhaft große Herausforderung ist, wird ersichtlich, wenn man sich die Dimension dieses Wettbewerbs vor Augen führt: Die Teilnahme an diesem Multiple-Choice-Test ist allen Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-9 in Europa möglich. Hierbei geht es darum, 54 Fragen aus den Bereichen Grammatik, Vokabeln, Aussprache und Landeskunde der englischsprachigen Länder so fehlerfrei wie möglich zu beantworten. Deutschlandweit nahmen im Mai 2018 164 049 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6-8 teil, davon 5 361 aus Bayern.

Und auf diesem Gebiet erwiesen sich die Schülerinnen und Schüler der Sigmund-Wann-Realschule in Wunsiedel als wahre Experten.  Elias Ritter, Valentin Küspert und Jonas Pöllmann, die drei Stockerlkandidaten in der Schulwertung (alle 6c), erreichten bayernweit ausgezeichnete Platzierungen im vordersten Teilnehmerfeld. In der Altersgruppe der Siebtklässler teilten sich sogar vier Schüler das Schulsiegertreppchen: Nico Geyer (7a; Landesrang 17) und Jonas Denk (7b; Landesrang 39) sowie Pascal Marino (7a) und Maik Zitzer (7b, beide Landesrang 170). Bei den 8. Jahrgangsstufen landete Laura Dridiger (8c) bayernweit auf Platz 20 und Franka Kögler (ebenfalls aus der 8c) auf Rang 67. Diese herausragenden Leistungen wurden großzügig honoriert, darunter Lektüren, Powerbanks oder Tagebücher.

So war es für Patrick Sirtl, den Wettbewerbskoordinator an der Sigmund-Wann-Realschule, ein besonderes Vergnügen, allen Teilnehmern der Schule ihr Diplom und ein Poster zu überreichen und darüber hinaus noch diverse Sachpreise wie verschiedene Reader, Wandkalender, Bleistifte, Schülerkalender, Rätselhefte oder Flaggen.

Sozialer Tag 2018

Kindern eine Chance geben“-

Der „Soziale Tag“ an der Sigmund-Wann-Realschule

Auch in diesem Schuljahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7b, c und e einen Vormittag  lang freiwillig, aber nicht zum Nulltarif. Ihr dabei verdientes Geld behielten sie nicht für sich, sondern spendeten es für Menschen in Not im afrikanischen Ruanda.

Der Erlös des  ,,sozialen Tags‘‘, der von den Wirtschaftslehrkräften Regina Vates, Karin Sieder und Kay Tauscher organisiert worden war, geht wieder an die Ruanda-Hilfe von Pater Hermann Schulz, der bereits seit längerem eine Unterstützergruppe im Landkreis Wunsiedel hat. Vor mehr als 30 Jahren kam Schulz als Missionar nach Afrika und baute in Ruanda ein Waisen- und Jugenddorf auf. Im Verlauf des Bürgerkriegs in den 90-er Jahren wurde das Dorf völlig zerstört. Dank der Unterstützung eines in Deutschland aufgebauten Spenden- und Patenprojektes konnte das Haus für 120 Straßenkinder, Aidswaisen und verarmte Jugendliche inzwischen wieder aufgebaut werden. Rund 40  Unternehmen aus den Landkreisen Wunsiedel, Bayreuth und Tirschenreuth beteiligten sich an der diesjährigen Aktion unserer Schüler,  die sich alle um eine Firma gekümmert hatten, in der sie mitarbeiten durften. Besonders bemerkenswert war, dass viele Schüler sich im sozialen Bereich engagiert haben. Mehr als zufrieden mit dem dabei erzielten Ergebnis waren am Ende nicht nur die Kinder, sondern auch die Organisatoren. Zum einen hatten die Schüler die einmalige Gelegenheit, bereits in der siebten Klasse einen  Blick in die Arbeitswelt zu werfen, zum anderen kamen über 1.500,00 Euro zusammen, die an die Ruanda-Hilfe überwiesen werden können.