Nachhaltige Suchtprävention

Nachhaltige Suchtprävention an der Sigmund-Wann-Realschule

Zum Ende des Schuljahres wurde an der Sigmund-Wann-Realschule in vier 8. Klassen  ein sog. Suchtpräventionstag unter dem Motto „Maßhalten“ durchgeführt. Es handelt sich dabei um ein neues Konzept, das für eine nachhaltige Suchtprävention steht und von dem Verein „Keine Macht den Drogen“ e.V. entwickelt und zertifiziert wurde. Die beiden Lehrkräfte der Realschule Friedemann Richter und Maria Neumayr haben in diesem Jahr im Rahmen einer Klassenfahrt mit Fortbildung das Zertifikat zur Durchführung dieses Programms erworben.

In vier 8. Klassen der Realschule wurde in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Wunsiedel, geführt von „die Gruppe“ e.V. die Idee zum Suchtpräventionstag in den Räumlichkeiten und im Garten des Jugendzentrums umgesetzt und durchgeführt. Die Unterrichtseinheiten aus dem Programm „Maßhalten“ gliedern sich in die drei Bereiche „Sucht“, „Drogenkonsum und Recht“ und „Lebenskompetenzen“. Die Wissens- und Problemvermittlung erfolgt themenorientiert und wird interaktiv mit Spielen, Übungen, Diskussionen, Kurzvorträgen und Reflexionen umgesetzt.

Herr Hahn von „Die Gruppe“e.V. hat jeweils den Tag mit einer erlebnispädagogischen Einheit mit Spielen zur Teamfähigkeit gestaltet und mit den Klassen reflektiert. Wertvolle Erkenntnisse über die Klassengemeinschaft und den Umgang mit einem fiktiven „süchtigen Klassenkameraden“ konnten so gewonnen werden.

Ein herzliches Vergelt´s Gott gilt dem Förderverein der Sigmund-Wann-Realschule und dem Arbeitskreis „Sucht“ im Landkreis Wunsiedel für die finanzielle Unterstützung der Suchtpräventionstage!

Preliminary English Test

Zehn Schüler der neunten Jahrgangsstufe der Realschule Wunsiedel wurden mit einem Sprachzertifikat der University of Cambridge ausgezeichnet. Der Preliminary English Test, kurz PET, wendet sich an Schüler mit guten Grundkenntnissen. Das Zertifikat bescheinigt dem Inhaber, dass er in der Lage ist, mühelos in englischerer Sprache schriftlich und mündlich zu kommunizieren. Es wird von Unternehmen in zahlreichen Ländern, natürlich auch in Deutschland, anerkannt.

In einem von der Sparkasse Hochfranken unterstützen und von Patrick Sirtl organisierten Kurs hatten sich die Neuntklässler während des Schuljahres für den Test vorbereitet. An einem Samstag im März stellten sie sich dann einer umfangreichen, mehrteiligen Prüfung, in der Leseverständnis, schriftlicher Ausdruck, Hörverständnis und freies Sprechen geprüft wurden. Im Anschluss wurden alle schriftlichen Unterlagen zur Korrektur an die Universität nach England geschickt, ehe dann im Sommer die Abschlusszertifikate samt detaillierter Einzelaufstellung der Ergebnisse zurückkamen.

Schulleiter Oliver Meier, Dieter Batrla und Frau Relikowski von der Volkshochschule Fichtelgebirge und Rainer Rahn von der Sparkasse Hochfranken gratulierten den Schülern zu ihrem Erfolg.

Das Geschäft der Chemie

Am Montag, dem 15. Juli 2019, gab es in der Chemiestunde der Klasse 9 A professionelle Hintergrundinformationen zur Entwicklung und Herstellung eines chemischen Produkts. Herr Tropitzsch, Geschäftsführer der Fa. IRIS BIOTECH  aus Marktredwitz/ Lorenzreuth nutzte auch die Gelegenheit, auf MINT- Berufe in der Region aufmerksam zu machen.

Es wurde den Schülerinnen und Schülern vor Augen geführt, dass die langwierigen Entwicklungsschritte eines Medikaments, die Qualitätskontrollen und die Testreihen einen enormen zeitlichen Umfang (7- 15 Jahre) und ein enormes finanzielles Ausmaß (Milliarden) haben.

Einige Schüler äußerten ihre Betroffenheit über die hohen Kosten mancher lebenserhaltenden Medikamente. Fast jeder kennt einen Patienten in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis, der auf ein spezielles Arzneimittel angewiesen ist.

Sportfest 2019

Am Donnerstag, dem 06.06.2019, waren die Fünft- und Sechstklässler der Realschule Wunsiedel sportlich gefordert: Statt Aufsätze zu schreiben, Mathe-Aufgaben zu rechnen oder Vorträge zu halten, mussten sie im Rahmen des diesjährigen Sportfests laufen, werfen und springen. Nachdem es während der Eröffnung noch etwas milder war, gesellte sich relativ schnell die Sonne dazu, und so wurden die Bundesjugendspiele zu einer Sommerveranstaltung mit guten Rahmenbedingungen.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch ein Spendenlauf durchgeführt, bei dem die Schüler Geld für den guten Zweck erlaufen konnten.

Ein Ausflug ins Mittelalter

„Mittelalter leben und erleben“ lautet das Motto des Geschichtsparks in Bärnau und alle siebten Klassen durften dieses Schuljahr an einem Vormittag herausfinden, was hinter diesem Spruch steckt. Im Freilandmuseum konnten die Schüler rund 30 rekonstruierte Gebäude erkunden. Sie begannen mit den Flechtwand- und Grubenhäusern im slawischen Dorf des Frühmittelalters, erklommen anschließend die Turmhügelburg, um sich dann auf den Weg ins Hochmittelalter zu machen, wo sie mehrere Handwerkerhäuser und eine große Herberge besichtigen konnten. In einer Führung wurde erklärt, wie die Menschen vor über 1000 Jahren wohnten, arbeiteten und was sie aßen. Besonders spannend war, dass während des Besuchs der Wunsiedler gerade das große Steintreffen der Wandergesellen im Geschichtspark stattfand. Über 20 Wandergesellen aus ganz Deutschland waren fleißig bei der Arbeit und zeigten, wie im Mittelalter Boote gebaut, Kalk gebrannt, Dächer gedeckt oder massive Steinmauern hochgezogen wurden. Auf der mittelalterlichen Schaubaustelle, wo gerade ein Reisekönigshof errichtet wird, hatten die Schüler auch Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden. Überraschend war beispielsweise, dass ein Wandergeselle drei Jahre und einen Tag unterwegs auf der Walz ist und dabei auf ein eigenes Handy verzichten muss. Ohne eigenes Auto und ohne Geld reisen die Handwerker durch ganz Deutschland und sind auf die Hilfe der Ortsansässigen angewiesen, die sie ein Stück mitnehmen oder ihnen Quartier und Unterkunft bieten – für viele der Schüler unvorstellbar, so lange und unter diesen Bedingungen von zu Hause weg zu sein. Nach einer kleinen Stärkung im Museumslokal und mit vielen neuen Erkenntnissen im Gepäck kehrten die Wunsiedler zufrieden in die Gegenwart zurück.   

Der Campingplatz ist ein “Adventure Camp”

Vier Schulklassen mit rund 100 Schülern waren in diesen Tagen die ersten Gäste im neuen “Creative, Sport & Adventure Camp Bayerischer Wald”. Es war nicht nur dank des hochsommerlichen Wetters ein gelungener Start für die Anlage, die aus dem einstigen “Regental Aktiv Camping” entstanden ist.

Der Campingplatz ist im wesentlichen unverändert, nur steht jetzt ein gutes Dutzend weißer, fest installierter Sechser-Gruppenzelte auf dem einen Teil des Platzes.

Für den neuen Platz-Betreiber “Camp Adventure” sind die 100 Schüler mit Lehrern und Betreuern quasi die Pilot-Gäste, wie Selina Feile von “Camp Adventure” sagt. Ab Juli belegt der Jugendreise-Veranstalter mit Sitz in Hamburg den Platz mit eigenen “Adventure Camps” mit bis zu 130 Jugendlichen.

Den Probelauf haben Selina Feile und ihr Team dagegen als Partner eines anderen Camp-Organisators gemacht. Der Münchner Verein “Keine Macht den Drogen” bietet alljährlich im Frühsommer zwei einwöchige Klassen-Camps an. Das soll ab sofort in Regen passieren, sagt Simone Gutmann, die pädagogische Leiterin bei DMdD. “Die sanitären Einrichtung sind hier klasse, und die Nähe von Freibad und Regenfluss ist natürlich toll.”

Das Angebot von KMdD an die Schulen: “Bei uns lässt sich die klassische Klassenfahrt mit dem Thema Suchtprävention verbinden”, erklärt Gutmann, “im Mittelpunkt soll der reflektierte Umgang stehen, denn es lässt sich nicht verhindern, dass Jugendliche damit in Kontakt kommen.” An den ersten beiden Tagen bekommen die mitgereisten Lehrer vom Verein eine fachliche Fortbildung in Sachen Suchtprävention verpasst, danach können sie das Gelernte gleich anwenden.

Und ebenso wichtig ist natürlich der erlebnispädagogische Teil des Camps, das Gruppenerlebnis an der Kletterwand, beim Bogenschießen, Survival-Training und beim Mountainbiken. Hier lernen sich Schüler von Mittelschule, Realschule und Gymnasium kennen, diesmal kommen sie aus Wunsiedel, Bogen, Bad Griesbach und München.

Maria Neumayr ist an ihrer Schule nicht nur Sport- und Bio-Lehrerin, sondern auch als Suchtbeauftragte tätig – sie stieß vor zwei Jahren bei einer Weiterbildung auf das Angebot von KMdD und ist seither davon begeistert.

Vom heutigen Freitag bis zum Pfingstsonntag ist der Verein KMdD ein zweites Mal in Regen: Das Adventure-Camp-Wochenende ist für jedes Kind im Alter von elf bis 15 Jahren frei buchbar, die Teilnahme ist gratis. Es stellt quasi die kompakte Version der Klassen-Woche dar.

Fürs kommende Jahr will der Verein KMdD sein Angebot auch in der Region noch stärker bewerben. “Dafür war in diesem Jahr der Vorlauf zu kurz”, sagt Simone Gutmann. So können an der Lehrer-Fortbildung auch Lehrer außerhalb einer Klassenfahrt teilnehmen. Und das “Adventure Camp” übers Wochenende bietet sich gerade für Kinder und Gruppen aus der Region an, betont Gutmann: “Die Regener Jugendtreff-Leiterin hat schon Interesse angemeldet.”

Keine Macht den Drogen

RHI Magnesita Marktredwitz unterstützt Suchtprävention

Die Klasse 8A der Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel fährt im Rahmen der Suchtprävention, die im Biologieunterricht verankert ist, vom 03.- 07. Juni 2019 in das „Keine Macht den Drogen“-Camp mit dem Motto „Maßhalten“.

Die Schülerinnen und Schüler erleben im Camp fünf spannende Tage mit tollem Programm und erlernen spielerisch wichtige Schlüsselkompetenzen, die sie für einen reflektierten Umgang mit Suchtmitteln sensibilisieren.

Sie erfahren alles Wissenswerte zum Thema Sucht und Drogen. Sie lernen, worauf es in einem guten Team ankommt und wodurch sich die Klassengemeinschaft noch weiter stärken lässt. Nicht nur die Gruppe, auch der Einzelne steht im Vordergrund. Die Jugendlichen erhalten Antworten auf Fragen wie „Was bin ich?“, „Was kann ich?“, Wie kann ich zu meiner Meinung stehen und auch mal gegen den Strom schwimmen?“.

Ein herzlicher Dank ergeht an die Firma RHI Magnesita Marktredwitz, die diese besondere Klassenfahrt mit einer großzügigen Spende unterstützt!

France Mobil

Die Marseillaise bzw. bisweilen auch das Lied „Aux Champs-Elysées“ singend/ pfeifend, eine Baskenmütze auf dem Kopf tritt er strahlend auf die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen an der Sigmund-Wann-Realschule zu. „Bonjour!“, grüßt Monsieur Antoine Sourdeau. Neben der Tafel hängt ein Banner des Francemobil, die Tische sind zur Seite geschoben und die Kinder blicken gespannt um sich, was sie erwartet. Einige Minuten später sind sie schon vom Französischflair eingefangen: Sie lernen auf unterschiedlichste Arten sich zu begrüßen, zu sagen, wie es ihnen geht, woher sie kommen- all das unter großem Einsatz von Gestik und Mimik. Doch auch landeskundliche Inhalte lässt der Gast mit einfließen, beispielsweise durch das Nachstellen der Sehenswürdigkeiten von Paris, dem Fixieren verschiedener Orte auf einer selbstgezeichneten Frankreichkarte oder auch dem Kennenlernen der Tricolore, der französischen Flagge.

Darum geht es beim Besuch von Monsieur Sourdeau, der auf Einladung von Französisch-Seminarlehrerin Diana Erhardt mit dem „France Mobil“ an der Realschule Station macht: das spielerische Kennenlernen der französischen Sprache und Kultur, das Neugierigmachen auf eine weitere Fremdsprache, denn die Sechstklässler müssen sich in diesem Schuljahr für eine Wahlpflichtfächergruppe entscheiden und können hier auch Französisch wählen.

Das France Mobil des Deutsch-Französischen Jugendwerks und des Institut Français Deutschland ist bereits seit 2002 in ganz Deutschland unterwegs, um jungen Menschen das Nachbarland Frankreich kulturell und sprachlich näher zu bringen. Die Repräsentanten reisen mit ihrem Renault zu verschiedenen Schulen- viele Informationen, Plakate, Spiele und Motivation im Gepäck.

Die Zeit an der Sigmund-Wann-Realschule vergeht wie im Flug, denn eine Spielrunde folgt der nächsten und bei jedem Mal lernen die Kinder humorvoll wieder neue französische Vokabeln, wie z.B. die Farben kennen. Nach 45 Minuten heißt es „Entdecke den Franzosen in dir- Au revoir et à bientôt!“ Aber mehrere Schülerinnen und Schüler sind vom Frankreichvirus infiziert und wollen diese Sprache im kommenden Schuljahr erlernen – Bonne chance!