Wie lerne ich eine Fremdsprache effizient?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Abschlussschüler des Französischzweigs der Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel unter Leitung ihrer Lehrerin Diana Erhardt und vier Referendarinnen bei ihrer Exkursion an die Friedrich-Alexander Universität in Erlangen.

Der Tag begann mit einer kleinen Führung durch die Philosophische Fakultät mit Besichtigung der französischen Bibliothek und des Audimax, ehe die Gruppe im Selbstlernzentrum empfangen wurde.

Auf die Frage, wie man denn eine Fremdsprache effizient lernt, welche Möglichkeiten und Hilfsmittel es gibt, aber auch welche Einflüsse störend wirken können, versuchte hier Bernhard Hölzel, Akademischer Rat an der FAU, Aufschluss zu geben. In einem angeregten Gespräch erhielten die Schüler/innen Tipps, wie sie ihre Prüfungsvorbereitung sinnvoll strukturieren können, um nicht am Ende an einem unüberbrückbaren Berg an Lernstoff zu scheitern.

Nach einer kurzen Pause wurden sie in „Civilisation“, dem Examenskurs zur französischen Landeskunde, von der Abteilungsleiterin für Romanische Sprachen, Frau Marie-Pascale Légier, zum Privatunterricht erwartet und sehr herzlich begrüßt.

Auf humorvolle Art und Weise stellte die Französin den Zehntklässlern in den folgenden eineinhalb Stunden ihr Heimatland vor und überprüfte deren Wissen in einem Quiz zu geographischen, politischen, gesellschaftlichen Besonderheiten Frankreichs. In Kleingruppen standen die Studentinnen des Kurses den Schülern als unterstützende Ansprechpartner zur Verfügung.

Ergänzend hatten diese für die Realschüler ein Lied von Maître Gims vorbereitet, das angehört und gemeinsam besprochen wurde. Da sich der Ausflug schon dem Ende zuneigte, hatten die Jugendlichen abschließend die Möglichkeit, Frau Légier und ihren Schützlingen allgemeine Fragen zur Fremdsprachenausbildung zu stellen. Die Schüler zeigten reges Interesse an den Ausführungen der Französin und konnten insgesamt aus dem ereignisreichen Tag zahlreiche neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen.

Großer Erfolg für Wunsiedler Leserinnen Laura Brunner und Lucia Schicker

Zum Vorlesewettbewerb der 5. Klassen Regionalentscheid Nord fanden sich am 24. Januar 14 Vorleserinnen und Vorleser aus sieben nordoberfränkischen Realschulen mit ihren Lehrern, Eltern und Schulleitern in der Musikschule in Selb ein.

Unter dem Motto „Affentheater“ betraten die Gäste einen liebevoll dekorierten Raum, in dem die Leserinnen und Leser auf einem Sessel wie zu Omas Zeiten ihren bekannten und unbekannten Text präsentieren mussten. Die Sigmund-Wann-Realschule war vertreten durch Laura Brunner und Lucia Schicker, beide aus der Klasse 5A.

Die Jury setzte sich aus Honoratioren der Stadt Selb zusammen. Schulleiterin Kerstin Janke begrüßte alle Leserinnen und Leser, Eltern, Lehrkräfte und Schulleiter und freute sich über den in Selb stattfindenden Regionalentscheid Nord.

Die Schülerinnen der Sigmund-Wann-Realschule Laura Brunner und Lucia Schicker aus der Klasse 5A, begleitet von Schulleiter Oliver Meier und der Deutsch-Lehrkraft Ute Grünler, erwiesen sich als so souverän, dass sie die Jury überzeugten und die beiden den ersten und zweiten Platz belegten.

Sowohl die Eltern als auch Schulleiter und Lehrkraft freuten sich über den riesigen Erfolg der beiden Freundinnen, die mit Urkunden, Geschenken und großer Freude im Gesicht den Heimweg antreten konnten.

Nun müssen sich die Laura und Lucia auf den nächsten Entscheid auf Oberfrankenebene vorbereiten.

Die Schulfamilie sagt herzlichen Glückwunsch!

Führungswechsel beim Förderverein

Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Zu Beginn des Jahres 2019 standen wieder Neuwahlen zum Vorstand des Fördervereins an der Sigmund-Wann-Realschule an. Die langjährigen Vorsitzenden Stephan Elbel und Walter Steinkirchner gaben nach vier bzw. zwei Jahren in der Vorstandschaft ihr Amt an Danja Haueisen und Doris Müller ab. Frau Haueisen nimmt darüber hinaus noch ihre Aufgabe als Schriftführerin wahr. Regina Vates wurde als Kassierin bestätigt. Die Kassenprüfung des Vereins liegt nach wie vor in den Händen von Karin Sieder und Kay Tauscher. Als Beisitzer fungieren Maria Neumayr, Sabrina Hinz und Christian Nelkel, der Patrick Sirtl ablöste.

Schulleiter Oliver Meier dankten den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihren langjährigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit. Der scheidende Vereinsvorsitzende Stephan Elbel blickte zuvor auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück und lobte das Engagement des Fördervereins bei schulischen Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür oder dem Weihnachtskonzert. Darüber hinaus wurden die Präsente der klassenbesten Absolventen im Sommer 2018 bei der Entlassfeier und die Buchgutscheine für Schülerinnen und Schüler mit einem Einsernotenschnitt der Jahrgangsstufen fünf bis neun gesponsert. Meier bedankte sich in diesem Zusammenhang für den Einsatz und betonte die Wichtigkeit des Fördervereins bei der Unterstützung schulischer Belange, va. die Gewährung von Zuschüssen bei Schulfahren, Skikursen und ähnlichen Vorhaben.

Dass die Zahl der Mitglieder, konstant steigen möge, das wünscht sich Vorstandschaft für die kommenden Jahre.

 

Das Bild zeigt von links: Regina Vates, Christian Nelkes, kniend Doris Müller, Danja Haueisen und Oliver Meier

Vorlesewettbewerb

Gespannte Stille herrscht zu Beginn der 3. Stunde im Musiksaal der Sigmund-Wann-Realschule in Wunsiedel, als Schulleiter Oliver Meier den Vorlesewettbewerb der fünften Klassen eröffnet – gilt es doch, zwei talentierte Vorleser zu finden, die die Schule Ende Januar 2019 beim Regionalentscheid in Selb vertreten.

Bereits zuvor meisterten die vier Mädchen und zwei Jungen die erste Hürde, als sie sich beim Klassenentscheid gegen ihre Mitschüler durchsetzten. Bereits hier wurde von den Deutschlehrerinnen Ute Grünler, Jochen Stiegler und Hanne Theobald nicht nur der Vortrag des von den Kindern selbst gewählten Buchauszugs bewertet, sondern das Präsentieren eines unbekannten Textes.

Das Lampenfieber steigt bei den sechs Klassensiegern, sitzen doch nicht nur die gespannten Mitschüler im Publikum, sondern auch eine fächerübergreifende Jury, bestehend aus den Deutschlehrkräften der 5. Klassen, Schulleiter Oliver Meier und seiner Stellvertreterin Maria Neumayr, den Musiklehrern Ursula Hörath und Jochen Seifert, Pressereferentin Stefanie Stich, Schülersprecher Simon Cziba und Elternbeiratsvorsitzende Danja Haueisen. Diese beurteilen die Leseleistung hinsichtlich Aussprache, Betonung, Tempo und Lesefehler. Auch die Präsentation des selbstgewählten Buches spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Erleichterung macht sich auf dem Gesicht eines jeden einzelnen Schülers breit, als der Vortrag der zu Hause lange geübten Textstelle des Lieblingsbuchs gut über die Bühne geht.

Doch die Spannung steigt wieder, unruhig rutschen die Klassensieger auf ihrem Platz hin und her, Hände werden geknetet. Jetzt gilt es, eine längere Passage aus „Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat“ möglichst fehlerfrei und ansprechend betont vorzutragen. Alle schlagen sich wacker und sorgen für rauchende Köpfe bei der Jury, der die Punktevergabe obliegt.

Endlich, nach einer kurzen Pause, in der eifrig gerechnet wird, verkündet Oliver Meier das mit Hochspannung erwartete Ergebnis. Laura Brunner aus der Klasse 5a tritt nun die Fahrt nach Selb zum Regionalentscheid an – zusammen mit ihrer Klassenkameradin Lucia Schricker. Des Weiteren freuen sich Annalena Helbig und Maximilian Seibold (beide 5b) sowie Luca Tekeli und Jill Weinmann, die dritte Schülerin auf dem Stockerl, (beide 5c) über ihren tollen Erfolg. In seiner kurzen Ansprache lobt der Schulleiter die allesamt hervorragenden Leseleistungen der Mädchen und Jungen und überreicht den drei Schulsiegern zusammen mit Danja Haueisen ein Buchpräsent.

Ein großes Dankeschön gilt Seminarrektorin Ute Grünler, die zusammen mit den Deutschreferendarinnen diese gelungene Veranstaltung organisierte. Jetzt heißt es im Januar „Daumen drücken“ – denn, wer weiß, vielleicht kommen Laura und Lucia auch hier eine Runde weiter….

Bildunterschrift:

Hinten von links: Schulleiter Oliver Meier, die Studienreferendarinnen Adina Friedel und Tina Dallmeir, Elternbeiratsvorsitzende Danja Haueisen, Seminarrektorin Ute Grünler, Konrektorin Maria Neumayr

Vorne von links: Luca Tekeli, Jill Weinmann, Annalena Helbig, Lucia Schricker, Maximilian Seibold und Laura Brunner

“Kick it like girls…”

Über ein besonderes Weihnachtsgeschenk freuten sich die drei Schülersprecher stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler der Sigmund-Wann-Realschule. So konnte durch die Elternspende des Elternbeirates ein dritter Kicker für die Pausenhalle angeschafft werden, der von Bastian Hösls EDV-Team nicht nur zusammengebaut, sondern auch optisch ansprechend beklebt wurde, sodass das Spielgerät jetzt eindeutig als „Mädelskicker“ erkennbar ist. So freuen sich Simon Cziba und Danja Haueisen (beide links) sowie Chanelle Drobny und Johannes Vogl (beide rechts) auf spannende Kickerwettkämpfe und testeten das Gerät gleich auf Herz und Nieren.

Weihnachtskonzert 2018

Kaum freie Plätze fanden sich am 13.12.2018 im weihnachtlich geschmückten Tagesheim der Sigmund-Wann-Realschule in Wunsiedel ein, als die Schulfamilie um 19 Uhr zum traditionellen Weihnachtskonzert einlud. Das Blasorchester unter der Leitung von Musiklehrer Jochen Seifert stimmte mit „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ und „Winter Wonderland“ auf den besinnlichen und unterhaltsamen Abend ein, ehe ein charmantes Moderatorentrio die Bühne betrat. Celina Krauß, Paul Büttner und Tugce Öztürk geleiteten die Besucher durch die einzelnen Programmpunkte und baten die Schulspielgruppe unter der Leitung von Karina Jobst auf die Bühne, die die Weihnachtsgeschichte ins 21. Jahrhundert versetzte. So begaben sich Josef und seine hochschwangere Maria mit einem rasanten Taxifahrer auf Herbergssuche und der Weihnachtsengel, mit Handy bewaffnet, verkündete die Weihnachtsbotschaft – an der sich aber auch im Jahr 2018 nichts änderte. Im Anschluss ließen die Schülerinnen des Wahlfachs Tanz und Akrobatik die Weihnachtspuppen zum Leben erwecken und zeigten einen Einblick in ihr Können. In der wohlverdienten Pause kümmerten sich SMV und Elternbeirat um das leibliche Wohl der Besucher, die zudem rege von der Möglichkeit Gebrauch machten, die ein oder andere Kleinigkeit für Weihnachten zu kaufen, denn die Fachschaften Religion und Kunst hatten zuvor mit den Schülerinnen und Schülern fleißig gebastelt. Nun betrat die Bläsergruppe der 6. Klassen die Bühne und präsentierte ein Medley bekannter Weihnachtsklassiker. Ihre Leistung wurde mit großem Applaus honoriert, denn die Kinder haben erst zu Beginn des vorherigen Schuljahres mit dem Instrumentalunterricht begonnen. Gute Ideen entstehen oft spontan und dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Davon konnten sich die Besucher überzeugen, als die Mädchensportgruppe der Klasse 6b unter dem Motto „Die Welt ist bunt“ einen kreativen Tüchertanz präsentierte, der erst unmittelbar zuvor aus dem Aufwärmprogramm im Sportunterricht entstanden war. Die Klasse 5a entführte das Publikum in die „Halle des Bergkönigs“ von Edvarg Grieg und untermalte das letzte Stück der „Peer—Gynt-Suite“ Nr. 1 eindrucksvoll mit Boomwhackers und Schlaginstrumenten. Dass nicht nur Musiklehrer singen können, zeigte der Lehrerchor der Wunsiedler Realschule, der eine ansprechende Version des „Simon & Garfunkel“-Klassikers „Sound of Silence“ darbot. Ehe Jonathan Kraus aus der Klasse 10d das Lied „Waves“ auf dem Flügel spielte, trug die Klasse 5b ebenfalls bekannte Weihnachtsklassiker vor. „Zusammen“ mit den Besuchern sang die Klasse 5c das gleichnamige Lied der Fantastischen Vier. Zum Abschluss sorgte die Schulband mit Mark Fosters „Chöre“ für Stimmung.

Realschuldirektor Oliver Meier dankte allen Engagierten der Schulfamilie, die zum großartigen Erfolg des Weihnachtskonzerts beitrugen und damit wieder einmal unter Beweis stellten, welch künstlerische Vielfalt an der Realschule in Wunsiedel herrscht – allen voran den Musiklehrern Jochen Seifert und Ursula Hörath, Karina Jobst von der Schultheatergruppe und den zahlreichen kleinen und großen Helferlein im Hintergrund, die diese gelungene Veranstaltung ermöglichten. Gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht die Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel!

Betriebsbesichtigung Cube

E-Bikes auf dem Vormarsch

Mittlerweise nimmt die Produktion von E-Bikes fast 50% der Gesamtproduktion an Fahrrädern bei CUBE ein. Dies und viele andere wichtige Informationen erfuhren die Klassen 7b und 7d zusammen mit ihren Lehrkräften Frau Sieder und Herrn Tauscher im Rahmen einer Betriebserkundung beim Waldershofer Fahrradhersteller CUBE. Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen umfangreichen Überblick über das Unternehmen erhalten hatten, konnten sie die neuesten Bikes im hausinternen Ausstellungsraum begutachten. Zahlreiche Fragen wurden dabei beantwortet. So erfuhren wir, dass das teuerste CUBE-Rad über 7.500,00 € kostet. Im Anschluss daran folgte ein Rundgang durch die modernen Büros und das Testlabor. Im nahegelegenen Logistikzentrum beobachtete die Klasse das Wareneingangslager, die Montage und das Fertigradlager. Die Montageabteilung war besonders beeindruckend, denn die halbfertigen Räder „schwebten“ an uns vorbei. Um die 2.000 Stück werden hier pro Tag hergestellt.

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Betriebsbesichtigung VW

Eine Hochzeit hautnah erleben

Unter dem Motto „Lernen vor Ort“ unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b zusammen mit ihrem BwR-Lehrer Kay Tauscher am 06. Dezember 2018 eine Betriebserkundung in das VW-Werk in Zwickau. Hautnah konnten die Schüler mitverfolgen, in welchen Arbeitsschritten die Produktion eines VW Golfs erfolgt. An erster Stelle in der Produktionskette der Automobilherstellung steht dabei das Presswerk, in dem die Blechteile der späteren Fahrzeuge gefertigt werden. Dabei werden in Zwickau nicht nur Autoteile für VW produziert, sondern auch für andere Marken, wie Lamborghini. Eine weitere Station unserer Betriebserkundung war die riesige Fertigungshalle für den Karosseriebau. Mehr als 1000 Industrieroboter sind hier im Einsatz, um die verschiedenen Einzelteile zur kompletten Karosserie zusammenzufügen. Der Höhepunkt der Automobilproduktion ist dabei mit Sicherheit die sogenannte „Auto-Hochzeit“, die Vereinigung von Karosserie und Motor. In der Endmontage werden die Karosserien schließlich in Modulbauweise mit kompletten Baugruppen wie dem Cockpit, den Sitzen oder der Frontpartie ausgestattet. Noch steht hier in Zwickau die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren im Vordergrund, doch schon ab 2021 sollen hier nur noch Elektrofahrzeuge vom Band rollen.

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Schlossbesichtigung Bayreuth

Ende November 2018 machten sich die Schüler der achten Jahrgangsstufe auf nach Bayreuth, um dort das Neue Schloss zu besichtigen. Anfangs durften sie einen Blick in das Museum der Markgräfin Wilhelmine werfen, welches eindrucksvoll die vielen Leidenschaften der kunstsinnigen Schlossherrin zeigt, die aus Bayreuth eine Kulturmetropole machte. Zusammen mit ihren Geschichtslehrern erhielten sie anschließend eine Führung durch die Prunkräume des Neuen Schlosses. Das Thema lautete „Der Monarch als Sonne seines Landes“ und die Jugendlichen durften nicht nur zuhören, sondern auch selbst tätig werden. Sie verglichen beispielsweise Kaiserporträts mit Fotografien aktueller Staatschefs wie Donald Trump, legten in Gruppen das Parkett eines Zimmers nach und erschlossen sich mit Hilfe eines Comics die Geschichte von Apoll und Daphne. Beeindruckt bestaunten die Wunsiedler den Stuck im Festsaal und die Goldverzierungen im Palmenzimmer. Da das Schloss im Winter nicht geheizt wird, erfuhren sie am eigenen Leib, wie kalt es das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine im Winter hatte und wie schwierig es war, die punkvollen Räume mit den kleinen Öfen warm zu halten. Nach der Schlossbesichtigung ließen die Schüler den Vormittag im Winterdorf ausklingen, wo sie sich durch eine Tasse Kinderpunsch oder Tee wieder etwas aufwärmen konnten.

Realschulchampion 2018

Gleich sechs Preisträger in drei unterschiedlichen Kategorien hatte die Sigmund-Wann-Realschule beim diesjährigen Realschulchampion und auch der begehrte Schulpreis ging an die Wunsiedler Schule.

„Stand up for the champions“ von Right said Fred schallte durch das geschichtsträchtige Reichshofkino in Bayreuth, wo sich die oberfränkische Realschulfamilie  bereits zum siebten Mal traf, um ihre Besten zu ehren. Der diesjährigen Einladung des Premiumpartners WEDLICH.Servicegruppe GmbH& CO. KG waren wieder zahlreiche Ehrengäste, darunter Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger, gefolgt, um eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern für erbrachte Leistungen und gezeigtes Engagement in den Kategorien Schulleistung, kulturell-musisch, Sport, Soziales Engagement und MINT zu ehren. Das Projekt des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Oberfranken wird neben zahlreichen Sponsoren von den herausragend engagierten Premiumpartnern Brose GmbH & Co.KG, REHAU AG, Wedlich.Servicegruppe und den Sparkassen in Oberfranken getragen.

Christian Wedlich, Geschäftsführer des Premiumpartners und Gastgeber an diesem Abend, hob in seiner Begrüßung hervor, dass die Geehrten allesamt aus eigenem Antrieb etwas bewegen und mehr leisten würden, was schließlich den Schlüssel zum persönlichen Erfolg ausmache. Dennoch sei neben dem Wissen vor allem die Sozialkompetenz ein entscheidender Aspekt, der für mögliche zukünftige Unternehmer unabdingbar sei. Auch das Bild vom „ehrbaren Kaufmann“ ließ Wedlich einfließen und betonte die immer noch vorhandene Zeitgemäßheit der damit verbundenen Attribute wie Ehrlichkeit, das Vorleben von Werten, Umsichtigkeit und strategisches Denken. So sollten die Schülerinnen und Schüler die vielfältigen Möglichkeiten nutzen und selbst Unternehmer werden, etwa als Aufsteiger, als Nachfolger in einem Familienbetrieb oder als Gründer eines StartUps.

Johannes Koller, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Oberfranken, brachte in Anlehnung an den bekannten Song von „Right said Fred“ zum Ausdruck, dass an diesem Abend Sieger ausgezeichnet und gefeiert werden, die in den fünf Kategorien, auf die die Realschule in Bayern ein besonderes Augenmerk legt, für unterschiedliche Ziele motiviert sind und aus eigenem Antrieb mehr tun, als verlangt wird, ganz im Sinne von „Right said Fred“ – „I have vision´oh I believe, I know I can count on me“. Sie alle haben aber auch Begleitung, Unterstützung und Coaching durch ihre Schulen erfahren, denen dafür Dank gebührt. Besonders hob Koller aber die Unterstützung durch das Elternhaus hervor, ohne die viele erbrachte Leistungen nicht möglich wären. Der Gruß des Ministerialbeauftragten ging deshalb an die begleitenden Eltern, Schulleiter sowie Lehrkräfte und im Besonderen an die zahlreichen Ehrengäste, die diesem besonderen Abend erst den richtigen Glanz verleihen.

Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger, Leiterin der Realschulabteilung im Kultusministerium, betonte in ihrem Grußwort, dass gerade diese Veranstaltung in Oberfranken zeige, dass sich die Realschulchampions durch Ausdauer, Klugheit, Geschick und Einstehen für klare Werte auszeichneten, Zeit investierten sowie großes Engagement bewiesen und dadurch zur Speerspitze der Realschulfamilie würden. Dennoch müssten Talent, Fleiß, Durchhaltevermögen und Empathie auf ein förderliches Umfeld  treffen. Daher müsse an dieser Stelle der Dank an Eltern, Lehrer, Realschuldirektoren, Jurymitglieder, Sponsoren, Musiker, fleißige Helfer und das Team der MB-Dienststelle gehen, die alle dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, so herausragende Leistungen zu erbringen.

Dass das Binärsystem, das zur Darstellung von Zahlen nur zwei verschiedene Ziffern, nämlich 1 und 0 benutzt, eine hervorragende Ausgangslage für die ersten zu Ehrenden sei, machte Dr. Peter Schüll deutlich, als er dieses Zahlensystem zeigte und eine interessante Folgerung formulierte: Wenn man die Nullen noch weglassen würde, bekäme man das zu sehen, was die Schulleistungssieger in ihrem Zeugnis stehen hätten – nämlich nur Einser. Aufgrund dieser sehr guten Schulleistungen durfte im Folgenden Valentin Ackermann das zweite Siegertreppchen besteigen, da er in allen Vorrückungsfächern im Jahreszeugnis 2017/18 die Note 1 aufwies. Der erste Platz in der Kategorie Schulleistung ging an Nadine Ackermann, Jule Baumgärtel, Darleen Beier, die in Zeugnis in allen Fächern die Note 1 hatten.

Dotiert mit 600 Euro gingen im Anschluss der Scheck sowie der dazugehörige Pokal in der Kategorie „Schulpreis“ in diesem Jahr an die Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel. Für vielseitiges und beständiges Engagement nahm RSD Oliver Meier den Preis für seine Schule entgegen. Vor allem das breit gefächerte Schulprofil sowie die regelmäßigen Nominierungen in allen Kategorien seit Beginn der Verleihung des oberfränkischen Realschulchampions waren Grund genug für die Jury, die Auszeichnung nach Wunsiedel zu geben.

In seiner Laudatio hob Ministerialbeauftragter Koller unter anderem Tschechisch als zweite Fremdsprache zusätzlich zu Französisch hervor, was in Bayern nach wie vor einzigartig sei. Die Sigmund-Wann-Realschule sticht durch dieses außergewöhnliche Angebot bereits seit 2007 hervor und trägt damit dazu bei, den europäischen Gedanken zu stärken, was auch die erst kürzlich verliehene Europaurkunde beweist, und sorgt dafür, dass in der Grenzregion der Austausch mit Tschechien bereits im Kinder- und Jugendalter beginnt. Außerdem hat sich die Schule eine Bestenförderung im Rahmen von Talentklassen auf die Fahnen geschrieben. Besonders begabte Schülerinnen und Schüler können im Fach Französisch eine zusätzliche Abschlussprüfung ablegen und dadurch nicht nur ihre sprachliche Kompetenz erweitern, sondern sich auch einen Vorteil verschaffen für einen späteren Übertritt ans Gymnasium und damit für die Allgemeine Hochschulreife. Darüber hinaus hat die Schule die Leseförderung auch im Rahmen von BiSS intensiviert. Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert sich die Schulfamilie für ein ausgeprägtes Demokratieverständnis, auch mit einem besonderen Augenmerk auf der Werteerziehung. Ein offenes und gebundenes Ganztagesangebot, das es den Schülern erlaubt, in der 5. und 6. Klasse die besonderen Vorteile eines ganztägigen Schulbesuchs zu wählen sowie die Möglichkeit für die Eltern, ihre Kinder zwei- bis viermal pro Woche pädagogisch sinnvoll am Nachmittag betreuen zu lassen runden das vielfältige Schulprofil ab.

Durch außerordentliche sportliche Leistungen tat sich der Skilangläufer Marius Kastner von der hervor, der den 3. Platz belegte. So konnte Kastner die Jury mit drei deutschen Meistertiteln, dem Deutschlandpokalsieg U16 und der Berufung in den C/D-Kader des Deutschen Skiverbandes überzeugen. Den ersten Platz der Kategorie MINT belegte das Team „f1 in schools“. Beim weltweiten Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ planen Schüler ein Miniatur-Rennauto am Computer, lassen dieses fertigen und treten schließlich bei einem Rennen gegeneinander an. Die Teilnehmer erhalten so einen Einblick in die Projektplanung, Produktentwicklung und Technologien hinter dem Rennsport. So entwarfen die Schüler Paul Büttner, Mika Mages, Michael Schlegel und Niklas Lang einen Prototypen, der anschließend mittels CNC-Fräse und 3D-Drucker gefertigt wurde. Parallel dazu warben sie Sponsoren an, um einen Messestand und passende Teamkleidung zu finanzieren. Bei den bayerischen Junioren, als einzige Teilnehmer einer Realschule, erreichten sie den 3. Platz und dürfen nun in Frankfurt am Main an ihrer nächsten Meisterschaft teilnehmen.

Das Team des Ministerialbeauftragten führte gewohnt charmant und gekonnt durch ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm, das durch mehrere musikalische Beiträge beeindruckend umrahmt wurde.

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