Sparkassenbesuch

Am 26.11.2018 besuchte die Klasse 9B die Sparkassenzentrale in Selb. Die Schüler erhielten hierbei die einmalige Chance, hinter die Kulissen eines Geldinstitutes zu blicken, um so ihr im Unterricht erworbenes Fachwissen durch eine Praxisbegegnung zu festigen. Nach der Begrüßung geleiteten drei Angestellte der Sparkasse durch das weitere Programm.

Hierbei wurde zunächst die Sparkasse Hochfranken näher vorgestellt, bevor allgemein auf die Aufgaben von Kreditinstituten eingegangen wurde. Die Schüler erfuhren dabei viel Wissenswertes über Bankgeschäfte, insbesondere über den Zahlungsverkehr, Wertpapiere und Online-Banking.

Aufmerksam folgten die angehenden Berufsstarter auch den Informationen rund um das Thema Ausbildung. Hierbei wurde zunächst die klassische Ausbildung zum Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau thematisiert.

Als Höhepunkt und Abschluss der gelungenen Veranstaltung wurden die Heranwachsenden dann noch durch die einzelnen Abteilungen der Bank geführt, wobei natürlich auch ein Besuch im Tresor nicht fehlen durfte.

Deutsch-Tschechische Schülerexkursion in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Als Begegnungsfahrt für deutsche und tschechische Schüler veranstalteten die EUREGIO EGRENSIS AG Bayern und die EUREGIO EGRENSIS AG Böhmen am 12. November 2018 eine gemeinsam geplante Exkursion in die KZ-Gedenkstätte nach Flossenbürg.

Eine 9. Klasse der Sigmund-Wann-Realschule Wunsiedel und eine Schulklasse der Grundschule Truhlářská aus Karlsbad nahmen gemeinsam mit ihren Lehrkräften an der Exkursion teil. Im Vordergrund stand das gegenseitige Kennenlernen sowie der gemeinsame Besuch eines bedeutenden historischen Gedenkortes im Grenzgebiet.

Im Bildungszentrum der Gedenkstätte fand zunächst eine Sprachanimation für die Schüler statt, die ihnen die Sprache des jeweiligen Nachbarlandes auf spielerische Weise näherbrachte und letzte Hemmungen im Kontakt zwischen den deutschen und tschechischen Teilnehmern beseitigte.

Da etwa die Hälfte der Wunsiedler Schulklasse an der Sigmund-Wann Realschule Tschechisch lernt und die Karlsbader Schüler Deutsch lernen, standen der Begegnung kaum sprachliche Hürden im Weg. Im Anschluss an die Sprachanimation erhielten die Schüler einen geführten Rundgang durch das historische Gelände und die Ausstellung der KZ-Gedenkstätte. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen im Café der Gedenkstätte.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Netzwerkprojekts „Neue Impulse für den Grenzraum“ statt, das die EUREGIO EGRENSIS AG Bayern gemeinsam mit der EUREGIO EGRENSIS AG Böhmen seit Juli 2018 durchführt und das aus dem INTERREG-Programm Bayern-Tschechien gefördert wird. In den nächsten drei Jahren plant die Euregio weitere Aktivitäten und Veranstaltungen zu den Themenbereichen „Kinder und Jugend/Sprachoffensive“.

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Pater Jeremias zu Besuch

Vor über 500 Jahren nahm mit dem Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther die Reformation ihren Anfang. Luther war damals Augustiner Mönch und wollte mit seinem Handeln eine Reform der Kirche erreichen, keine Spaltung. Wie stehen heute Vertreter des katholischen Augustinerordens zu ihrem ehemaligen Mitbruder und wie leben heute Mönche in einer Ordensgemeinschaft? Mit dieser und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schüler der 8. Jahrgangsstufe beim Besuch von Pater Jeremias, OSA, am 26. Oktober 2018.

Jeremias den charakteristischen schwarzen Habit, bei dem es auf den ersten Blick keinen großen Unterschied zu Luthers Ordensgewand gab. Er referierte in seinem Vortrag zunächst über das Leben und Wirken Luthers und konnte dabei auf das Vorwissen aus dem Religionsunterricht aufbauen. Dass er dabei auf große Resonanz stieß, zeigten die vielen interessierten Zwischenfragen seitens der Jugendlichen. Danach erzählte er von seinem eigenen Werdegang als Mönch und Seelsorger. Er war als junger Mann mit 20 Jahre der Gemeinschaft der Augustiner beigetreten und wirkte fortan in unterschiedlichen Häusern des Ordens, unter anderem in Weiden und Müllnerstadt. „Unsere Konvente verlieren seit Jahren an Mitgliedern, derzeit sind wir rund 70 Brüder deutschlandweit,“ berichtete Pater Jeremias. Deshalb wurden in der Vergangenheit immer mehr Häuser geschlossen, was zum Teil sehr schmerzliche Einschnitte für die Mönche bedeutete. 2013 fassten die Augustiner den Entschluss, den Schließungen von Standorten einen Gegenpol zu setzen, in dem sie in Erfurt einen Neuanfang wagten. „Zum dritten Mal sind damit Augustiner Mönche in Erfurt,“ erklärte Jeremias. Aber dieser neue, kleine Konvent befindet sich nicht mehr im mittlerweile evangelischen Augustinerkloster, in dem schon Martin Luther lebte, sondern in einem Haus der evangelischen Regler Gemeinde. Dort wohnen gerade vier Patres wie in einer WG zusammen. Neben ihrer täglichen Arbeit, zu der auch die Seelsorge in der Diözese Erfurt gehört, kümmern sie sich selbst um die Aufgaben im Haushalt. Pater Jeremias hatte in seine Power-Point-Präsentation mehrere Bilder eingebaut, auf denen die Mönche beim Kochen, Putzen und Einkaufen zu sehen waren. Das gefiel den Schülern besonders, weil es einen lebendigen Eindruck aus dem heutigen Mönchsalltag vermittelte.

Im  letzten Teil seines Vortrags stellte Pater Jeremias dar, dass Martin Luther ein Bindeglied für die Ökumene sein kann und wie die gelebte und gelingende Ökumene in Erfurt aussieht. Die evangelische Regler Kirche wird für die katholischen Gottesdienste der Augustinermönche genutzt. „Wir machen bewusst ein Angebot für alle Menschen in Erfurt, egal ob sie einer der beiden großen Konfessionen angehören, oder ob es sich um „Naturbelassene“ [a. d. Red.: Ungetaufte] handelt,“ so Jeremias. Unter anderem veranstalten die Patres regelmäßig moderne Gottesdienstformen wie Moonlight Messen oder Schattentheater mit Flüchtlingen. Zum Schluss nutzten die Schüler noch einmal die Gelegenheit, um den Ordensmann Fragen zu stellen, die alle sehr geduldig und ehrlich beantwortet wurden.

#vorlesetag

Jedes Jahr am dritten Freitag im November rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung zum Vorlesen auf. „Der Bundesweite Vorlesetag setzt ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.“ (www.vorlesetag.de). Auch die Sigmund-Wann-Realschule kam diesem Aufruf nach und beteiligte sich am bundesweiten Vorlesetag. Im Vorfeld erklärten sich vier Schüler der Klasse 9A bereit, einen Vorlesepart in der Klasse 5C zu übernehmen. Sie stellten je ein Buch aus der Lesekiste vor und lasen anschließend auch eine spannende Stelle daraus vor. Vielen Dank noch einmal an Paul Büttner, Celina Krauß, Laura Käßler und Angelina Werner für euer Engagement!

Elternabend Cybermobbing

Kinder und Jugendliche nutzen gerne die vielfältigen Möglichkeiten des Internets. Häufig tun sie dies jedoch, ohne sich über die Folgen ihrer Onlineaktivitäten im Klaren zu sein.

„Ich möchte Youtuber oder Influencer werden“, ist von Heranwachsenden immer häufiger zu hören. Doch was ist das eigentlich?! Auch das Thema Cybermobbing ist unter Jugendlichen durchaus verbreitet. Aber welche Auswirkungen hat Cybermobbing und wie können Eltern ihre Kinder schützen?

Im Rahmen eines Elternabends konnten sich am Mittwoch, den 07.11.2018 interessierte Mütter und Väter der siebten und achten Jahrgangsstufe zu diesem Thema informieren. Hierfür konnte als Referent Philipp Steuber aus Gefrees gewonnen werden. Herr Steuber verfügt aufgrund seines beruflichen Werdegangs über eine exzellente Expertise auf diesem Gebiet. Er bot interessante Einblicke und konnte so den Eltern hilfreiche Tipps im Umgang mit den sozialen Medien geben.

Medienscouts 2018

Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund ist es wichtig, den richtigen Umgang mit diesen zu erlernen.

Ab wann wird Mediennutzung zu viel? Wie bewege ich mich sicher im Netz? Was gebe ich in sozialen Netzwerken preis? Wie verhalte ich mich im Klassenchat richtig?

Es ist gar nicht so einfach, sich kompetent und sicher im Internet zu bewegen. Denn nur wer die Wirkungsweise der digitalen Medien versteht, kann sich selbstbewusst, selbstreflektiert und technisch sicher im Internet, in Communities, in Chats, in Foren bewegen und seine Daten schützen.

Aus diesen Gründen haben am Donnerstag, den 04.10.2018 insgesamt neun Schülerinnen und Schüler der Realschule Wunsiedel die Ausbildung zum Medienscout absolviert. Die Veranstaltung fand ganztägig in Kronach statt und wurde durch die „Opferhilfe Oberfranken“ durchgeführt.

Filmfestival Ostrov

„Klappe und … Action!“ hieß es für neun Schüler der Klasse 7a und ihre Tschechischlehrerin Marcela Pöhlmann für zwei Tage Anfang Oktober 2018, denn ihnen bot sich die Gelegenheit, die Wunsiedler Partnerstadt Ostrov näher kennen zu lernen. Denn zeitgleich fand dort das Kinder- und Jugendfilmfestival im Kulturhaus zum 50. Mal statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung erstellten die Kinder über das Festival unter fachkundiger Anleitung Handyvideos und Fotos , welche dann von Profis zu einem Dokufilm zusammengeschnitten werden. Neben der Vermittlung von Knowhow und Hintergrundinformationen rund um das Medium Film in diversen Workshops kam natürlich auch das lokale Kulturangebot nicht zu kurz. So besichtigte man Schloss, Museum und Rathaus von Ostrov. Und ganz nebenbei bekamen die Wunsiedler Tschechischneulinge natürlich zahlreiche Einblicke in das Alltagsleben und die Sprache in unserem Nachbarland, welche die Schüler jetzt in den kommenden Jahren so umfassend erwerben werden, sodass sie dann in vier Jahren ihre Abschlussprüfung in Tschechisch absolvieren. Was den Dokufilm anbelangt, so muss sich noch bis März 2019 geduldet werden, denn dieser wird dann beim Gegenbesuch der Ostover Delegation präsentiert.

Lernen lernen 2018

Ein Projektnachmittag unter dem Motto „Lernen lernen“ wurde vom Studienseminar unter der Leitung der Seminarlehrkräfte Rainer Schmitt (Pädagogische Psychologie) und Diana Erhardt (Pädagogik) für die Klasse 5C angeboten. Die beiden Ganztagesklassen 5A und 5B haben bereits eine wöchentliche Lernen lernen Stunde in ihrem Stundenplan integriert. Diese soll den Schülerinnen und Schülern neue Strategien und Methoden an die Hand geben, um die erhöhten Leistungsanforderungen beim Übergang von der Grund- zur Realschule bewältigen zu können. Die Studienreferendarinnen hatten für den Nachmittag fünf Stationen vorbereitet, die die Kinder in Kleingruppen durchliefen. Dort bekamen sie unter anderem Tipps zur effektiven Erledigung von Hausaufgaben, zum sinnvollen Lernen von Vokabeln oder sie setzten sich praktisch mit Lernstrategien auseinander, die die Schüler daheim fortan individuell umsetzen können. Während der Pause wurden die Fünftklässler von ihren Tutoren aus der achten Klasse versorgt, die frisch geschnittenes Obst, Nüsse und Säfte bereithielten.

Kennenlerntage 2018

Vieles ist neu an der Realschule, auch die Klassenkameraden. Um sich besser kennenzulernen und um die Klassengemeinschaft zu stärken, waren die neuen Fünftklässler gemeinsam mit Ihren Klassenleitern vom 24.09. bis 26.09.2018 in der Jugendherberge in Wunsiedel. Gleich am Montag wechselten die drei Klassen zwischen Vertrauensübungen, Kennenlernspielen und einem kooperativen Seilgarten, der nicht alleine, sondern nur in Zusammenarbeit mit der ganzen Gruppe bewältigt werden konnte. Nach einer Talentshow mit anschließender Disco mussten die Schülerinnen und Schüler am Dienstag schon früh raus, um durch das Felsenlabyrinth zu wandern. Nachmittags besuchten die Klassen den Greifvogelpark und grillten am Abend Stockbrot am Lagerfeuer. Ein krönender Abschluss für alle Beteiligten war die Fahrt mit der Coaster-Bahn am Ochsenkopf.

Mödlareuth 2018

Das herrliche Spätsommerwetter nützten die 10. Klassen gleich zu Beginn des Schuljahres aus, und verlegten für einen Tag den Geschichtsunterricht an die frische Luft – genauer gesagt in das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth. Bei einem Gang über das Gelände erfuhren die Schülerinnen und Schüler hautnah, welche Auswirkungen die Besatzungspolitik der Alliierten nach 1945 hatte, die dann letztlich zur Teilung Deutschlands und zur Gründung zweier deutscher Staaten führte: Mödlareuth ging als „Little Berlin“ in die Geschichte ein, teilte doch die innerdeutsche Grenze das kleine Dorf. Familien und Freundschaften wurden auf eine harte Probe gestellt, die nach und nach immer weiter befestigten Grenze prägte den Alltag der Dorfbewohner auf beiden Seiten. So herrschte beispielsweise ab 22 Uhr Ausgangssperre, was unter anderem das abendliche Ausgehen der Jugend damals enorm erschwerte, musste man doch um diese Zeit wieder zu Hause sein. Dass Fluchtversuche, bis auf wenige Ausnahmen, kaum möglich waren, vermittelten die Guides bei der Besichtigung der Grenzanlagen und für die Zehntklässler war die Freude der Deutschen dann über die erfolgreiche friedliche Revolution in der DDR 1989 absolut nachvollziehbar, nachdem sie das Schicksal der Mödlareuther kennen gelernt hatten.